Samstag, 13. Januar 2024

Zusammenfassung...welche Touren bin ich bisher gefahren bzw was ist in Planung ?

Es ist an der Zeit mal einen "Strich" drunter zu machen, was für Touren bezüglich des Gesamziels "von Prudhoe Bay nach Feuerland" schon von mir gefahren sind und welche noch offen sind. Das Hauptziel neben der Strecke war ja meinerseits von Anfang an das Ganze in "arbeitnehmerfreundlichen Etappen" durchzuführen. Was mich übrigens von den meisten Panamericana Fahrern unterscheidet. Die meisten fahren das Ganze in einem Stück in ca. 6 - 12 Monaten....die meisten dieser Fahrer sind aber auch Studenten oder Rentner :-)

Wichtig, auch hier, zu wissen das es neben den "Haupttouren" immer wieder zusätzliche Touren gibt die nicht dem Hauptziel dienen die Strecke möglichst schnell zu bewältigen. Diese Zusatztouren sind mit einem zusätzlichen Buchstaben zur Streckenziffer (a/b) zusätzlich benannt. Diese "a/b-Touren" finden sozusagen als zusätzliches "Bonbon" zu den Haupttouren/Hauptabschnitten statt. Insgesamt werden es von Alaska bis Feuerland sieben Abschnitte plus Zusatztouren  einige Zusatztouren ("a/b"-Reisen) mit gesamt ca. 50.000 km verteilt auf ca. 10-12 Touren

Die Aufzählung ist sortiert nach dem Durchführungszeitraum:

Die Kennzeichnung 1 bezieht sich auf Touren die überwiegend in Kanada stattgefunden haben.
Die Kennzeichnung 2 bezieht sich auf Touren die überwiegend in Mexiko stattgefunden haben.
Die Kennzeichnung 3 bezieht sich auf Touren die überwiegend in Alaska stattgefunden haben.
Die Kennzeichnung 4 bezieht sich auf Touren die überwiegend in den USA stattfinden werden.
Die Kennzeichnung 5 bekommen dann zukünftig die Touren in Mittelamerika.

Die Kennzeichnung 6 bekommen dann zukünftig die Touren die im SÜDEN von Südamerika stattfinden.

Die kennzeichnung 7 bekommen dann zukünftig die Touren die dann im NORDEN von Südamerika stattfinden.


Abschnitt 1 => Anchorage/Alaska - Vancouver/Kanada
=> Mai/Juni 2018 => 4.500 km
=> mit dem Motorrad Kawasaki KLR 650 => erledigt !

Abschnitt 1a => Vancouver - Banff/Jasper -Vancouver
(Rockies, östlicher "Schmetterlingsflügel" von Vancouver)
=> September 2021 => 2.700 km
=> mit dem Motorrad Kawasaki KLR 650=> erledigt !

Abschnitt 2 => San Diego - Houston- Mexiko City
=> Januar 2022 => 3.700 km

=>
mit dem Motorrad BMW 650 GS Sertao=> erledigt !

Abschnitt 3 => Anchorage/Alaska - Prudhoe Bay/Deadhorse
=> Juli 2022 = 3.900 km

=>
mit dem Motorrad Kawasaki KLR 650=> erledigt !

Abschnitt 1b => Whitehorse/Kanada - große Yukontour - Whitehorse/Kanada
=> August 2022 => 3.100 km
=> mit einem gemietetem Wohnmobil=> erledigt !

Abschnitt 2a => San Miguel de Allende /Mexiko - goße Mexiko Rundfahrt im Nordwesten Mexikos (Kupfer Canyon, Baja California) => März 2023 =>  3.700 km
=>
mit dem Motorrad BMW 650 GS Sertao => erledigt !

Abschnitt 4 => Vancouver - San Diego
=> September 2023 => ca. 3.500 Kilometer

=>
mit dem Motorrad Kawasaki KLR 650=> erledigt !

----------------------------------------------------------------------------------------

Abschnitt 3a => Anchorage - Inuvik- Whitehorse
=> Juni 2024  => ca. 4.500 Kilometer
=> mit dem Motorrad " Kawasaki NEU" KLR 650 orange" => in Planung !

Abschnitt 6 => Santiago de Chile - Buenos Aires
=> Februar 2025 => ca. 7.500 Kilometer
=> mit dem Motorrad " Suzuki 800DE" => in Planung !



Zwischenstand Januar 2024:


- gefahrene Kilometer bisher: 25.100 km während 7 verschiedener Touren/Abschnitte
(davon 22.000 km mit dem Motorrad und 3.100 km im Wohnmobil)

- in Planung sind weitere ca. 4.500 km für das Jahr 2024, so das am Ende des Jahres 2024 ca. 29.500 km auf der "Uhr" des Gesamtprojektes stehen.




 

Freitag, 12. Januar 2024

"Good Bye Lady blue"...wir beide werden uns nicht wiedersehen :-)

"Lady blue" steht seit dem 01. Oktober 2023, dem Ende Ende meiner Motorradtour in San Diego bei Chris in Encinatas (nähe San Diego). 

Ich selbst werde „Lady blue“ nicht mehr wiedersehen. Bedingt durch das hohe Alter (Baujahr 2009), die hohe Laufleitung (aktuell 38.600 Meilen / 62.100 km...Tacho-Ausfall schon eingerechnet) und die nun steigende Anfälligkeit für Ausfälle wird die KLR nach Wolfgangs nächster Tour (Beginn April 2024) von uns an eine vor Ort ansässige wohltätige Organisation gespendet. Diese Art von Spenden (Autos, Boote, Motorräder, etc) ist den USA durchaus üblich. Die Organisation kümmert sich dann um die Versteigerung, der Erlös kommt wohltätigen Zwecken zu Gute. Alle notwendigen Unterlagen, Papiere, etc.sind dafür schon bei Chris vor Ort, diese hatte ich bei der letzen Tour schon dort hinterlassen.

Für eine letzte Tour durch Kalifornien Tour ist die Maschine noch fit (Reifen, Kettensatz, etc), allerdings muss Wolfgang vorab noch einige Dinge vor seinem Tourstart reparieren...der Seitenständer ist „ab“, der Schalthebel wackelt wie ein Lämmerschwanz und der Tacho ist ausgefallen...hier noch das "letzte" Bild von "Lady Blue" vor der Abstellung bei Chris.

Mach es gut..."Lady blue"...du bleibst für immer in Erinnerung !

Im Juni 2024 wird es in Anchorage mit "Lady orange" weitergehen...aber das ist dann eine komplett neue Gerschichte...bleibt neugierig ! :-)





Samstag, 25. März 2023

Budget, Fazit und Ausblick

Budget:

Da es mich auch selbst interessiert wieviel Geld man eigentlich pro Tag für diese Reise ausgibt hier ein Budget-Fazit:

Um es besser vergleichen zu können, fangen wir mal mir den Kosten an die ich bei meinen letzten Reisen mit dem Motorrad hatte:

im September 2021 als ich in Kanada war, hatte ich ein Tagesbudget von ca. 100 Euro welches ich schon zum Zeitpunkt der Reise als OK empfand. Aufgeteilt waren diese 100 Euro pro Tag auf ca. 60 Euro (durchschnittlich) für einfachere Hotelzimmer (bei dieser erwähnten Reise hatte ich nur in Hotels übernachtet, kein Camping), 20 Euro pro Tag für Benzin  und ca. 20 Euro für Verpflegung. …ich esse allerdings bei meinen Motorradreisen weniger als z.B. zuhause. Wer viel auf dem Motorrad sitzt, hat keine Zeit zum essen 😊

Im Juli 2022 in Alaska lag ich schon ca. 50 Prozent über den Kosten der "Kanada-Herbst 2021 Reise". Auch dem geschuldet das ich in der "fetten Hochsaison" unterwegs war.
Die größten Posten waren Hotels und Sprit. Mein Tagesbudget lag fast auf den Euro genau bei 150 Euro..und somit 50 Euro über dem Budget der Kanada Reise 2021.
Ca. 75 Euro waren hier davon mein durchschnittliche Tagesbudget für Unterkunft wo ich 5 Tage gecampt habe und diese 5 Tage zusammen NUR ca.60 Euro gekostet haben…..und den Gesamtdurchschnittspreis extrem gesenkt haben senken. Hinzu kamen ca. 35 Euro Sprit pro Tag. Verpflegung pro Tag ca. 25 Euro (recht sparsam gewesen 😊) und ca. 15 Euro im Schnitt für Eintrittsgelder (im Prinzip nur „Space needle“ in Seattle und die Arctic Ocean Tour in Prudoe Bay plus die Fähre von Haines nach Skagway) . Macht zusammen 150 Euro am Tag……(ohne Flug und Fortbewegung)
 

Kommen wir nun zur Budget-Situation der aktuellen Reise "Mexiko im März 2023":

Das Tagesbudget lag bei ca. 85 Euro pro Person. (PS: Fährkosten/Zugkosten sind nicht eingerechnet, da es ja kein MUSS ist und nicht jeder das so nutzen möchte) Bedingt dadurch das Olli und ich uns die Zimmerkosten geteilt haben, standen für mich ca. 32 Euro für den Punkt "Unterkunftskosten" im Schnitt pro Tag auf der Rechnung. Dazu muss man wissen das wir uns aber meist bessere Hotels geleistet haben. Man(n) kommt auch durchaus für die Hälfte  des Preises unter"unter", so dass vermutlich das gleiche Tagesbudget fällig werden "könnte" wenn man allein reisst, sich dafür aber in der Hotelqualität weiter einschränkt. Als Beispiel sei das günstigste Hotel unserer Reise in in Los Mochis genannt. Es lag mitten in der Stadt, war einfach und ganz leicht "verschlissen" aber immer noch angenehm und hat unter 15 Euro pro Person und Nacht gekostet. Sprit (1,20 Euro pro Liter für die "bessere" Sorte mit 91 Oktan, der günstigste Sprit mit 87 Oktan kostet ca. 1 Euro pro Liter) und Autobahngebühr lagen im Schnitt bei ca. 20 Euro per Person und Tag (an den Fahrtagen natürllich höher und an den Pausentagen bei ca. Null...aber wir reden ja vom Durchschnitt). Die Verpflegung lag mit 33 Euro pro Person und Tag schon relativ hoch, wir waren aber nahezu jedem Tag in einem Restaurant und gab jeden Tag unser Feierabendbier, mal aus der Kneipe, mal aus einem Kiosk, zudem haben wir mehrfach am Tag im "oxxo" angehalten und uns Kaffee, etc gegönnt. Wenn man allein fährt (eigene Erfahrung aus Alaska und Kanada) geht man nicht so häufig in ein Restaurant, da ja der "Geselligkeitsfaktor" feht und ich schätze das man den Tagessatz für Verpflegung dann in Mexiko auf ca. max. 20 Euro senken kann.

Zusammenfassend kann ich sagen, das schon die 85 Euro dieser Reise schon ca. 45 Prozent unter meinem Buget der Alaska-Sommereise 2022 liegen und ca. 15 Prozent unter der Kanada-Herbstreise 2021. Ich behaupte mal an dieser Stelle das man in Mexiko ca. 30 bis 50 Prozent unter den Kosten von Alaska/Kanada/USA reisen kann, wenn man sich etwas weiter einschränkt. Viva Mexico !

 

 Generell:

Es waren 15 Tage in Mexiko, wobei in diesem Zeitraum an 12 Tagen gefahren wurde. Wir sind ca. 3.800 km in diesen 12 Tagen gefahren, macht im Tagesschnitt ca. 316 km pro Tag. 

Oft war der Weg/die Natur das Ziel, allerdings hatten wir auch ca. 3-4 Tage wo wir schon am frühen Nachmittag unsere Kilometer "abgerissen" hatten und so noch Zeit für Freizeitaktivitäten hatten, z.B die Strandnachmittage in San Blas und Mazatlan und die Wal-Beobachtungsour auf der Baja.

PS: Größter Unterschied von Mexiko zu den zur USA sind die Städte, die Hotels, das Essen. In Mexiko sind die Städte so wie wir Europäer/deutsche uns Städte in Spanien/Frankreich/ Italien vorstellen bzw. wir sie kennen (das einzig Positive was die Spanier auf ihren Raubzügen in Mexiko -damals Neuspanien genannt- hinterlassen haben, wie wir finden). Das Essen ist sehr schmackhaft (deutliche Steigerung zu den USA) und außerhalb der Touristenorte/zonen relativ preiswert, die Hotels sind bei gleichem Budget viel besser als in den USA. Die Städte in den USA sind im Prinzip austauschbar(er), in Mexiko ist alles viel individueller. 


Sicherheit: 

Vergesst alles war ihr über Mexiko gehört habt. Wir waren jetzt in über 10 Bundesstatten (von gesamt 32 in Mexiko). Wir haben uns zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt. Man sollte aber einige Regeln beachten. Wir haben die 200 km südlich der Grenze zu den USA schon bei der Planung ausgeschlossen (Dort stauen sich Drogentransporte an der US-Grenze und die Gefahr "was zu sehen was man nicht sehen soll" ist dort evtl. gegeben...und die Kartelle mögen keine Zeugen) War haben zudem vermieden im Dunkeln zu fahren. Wir sind nur größere Straßen gefahren, meist die kostenpflichtige Autobahn (was übrigens auch so expizid vom auswärtigen Amt empfohlen wird) Wir waren nie im Dunkeln nicht in Bars oder ähnlichen. Ausnahme: wir haben mehrfach "eindeutige" Touristenrestaurants z.B. in Loreto, San Miguel, San Blas, etc. am Abend besucht. Dort muss man "faktisch" im dunkeln hingehen, da es zu dieser Jahreszeit immer so gegen 18:00 dunkel wurde. 

 

Highlights:

Die Highlights auf dieser Tour waren zum einen die "Baja California". Ausgedehnte Kekteenfelder und bergige Landstraßen wechselten sich dort immer wieder ab. Zum anderen natürlich die Zugtour in der Region des Kupfercanyon. Der Zug fuhr mehrfach direkt an der "Kante" entlang. Stundenlang kein Handynetz, das sagt ja eingentlich schon alles über die Lage und die Natur dort aus. Ein Tipp: fahrt ab El Fuerte (oder Los Mochis) nicht bis Creel sondern steigt eine Station (Divisadero) vorher aus. Dort sieht man mehr vom Canyon als in Creel und spart dazu noch ca. 90 Minuten Zugfahrt je Richtung (und etwas günstiger im Preis dürfte es auch noch sein)

Insgesamt hat uns Mexiko (wieder) gut gefallen. Ich persönlich war jetzt das fünfte Mal in Mexiko und auf meiner Liste welchen internationalen Flughafen ich in meinem Leben am häufigesten angeflogen habe steht "Mexico City" mittlerweile an erster Stelle.


Wie geht es weiter?

Der Plan für 2024 war ja von San Miguel weiter nach Panama City zu fahren, wir haben das aber aus zollrechtlichen Gründen verworfen.  Wir haben die Motörrader vor Ort in Mexiko verkauft !
(Siehe Blog:  unsere Motorräder sind verkauft ). Wir starten dann im nächsten Jahr ab Panama City neu um dann in Süd/Nord Richtung (anstelle zuerst geplanter Nord/Süd Richtung) weiter zu fahren.

Also, ihr seht, da kommt noch was.

Bleibt interessiert, an dieser Stelle geht es im nächsten Jahr auf alle Fälle weiter.
Der Plan ist aktuell das es im April 2024 weitergeht für die Fortsetzung "von Panama nach Mexiko"

Danke für´s Mitlesen 😊…bleibt interessiert
Der Blog für diesen Reiseabschnitt ist nun GESCHLOSSEN
Frank +Oliver

 




Tag 15 => San Miguel de Allende (Abreise)

Samstag, 26.03.23
gefahrene Kilometer: 0 km

Das war es dann also…
Wir lassen uns morgens Zeit…wir verpassen ja (fast) nichts mehr. Wir haben wieder im „Casa Fieda“ übernachtet, eine echt tolle Unterkunft die wir von unser letzen Reise hier in Mexiko kennen. Toller Innenhof, ein Gastgeber der englisch spricht (das ist hier selten) und ein gutes Frühstück. Unsere Motorräder sind seit gestern abgerüstet und verkauft, daher fahren wir mit dem Taxi für wenige Euros zur Werkstatt von Matthias. Jetzt heißt es es die letzen Dinge umpacken und noch den Papierkram für den Motorradverkauf regeln. Während wir packen kommen zwei junge Frauen aus Deutschland mit ihrem Camper in die Werkstatt und fragen Matthias nach einer Wartung für das „Mobil“. Nanu, das Wohnmobil kenne ich doch? Richtig, es gab eine Reportage im ZDF über die beiden Frauen („Mit dem Wohnmobil durch Kanada“) daher kenne ich das Wohnmobil und die beiden Frauen. Es gesellen sich wieder das deutsche Ehepaar mit dem Mercedes "Riesen Wohnmobil" (Wert 650.000 Euro) dazu und ein junger Mann (auch aus Deutschland)  der mit seinem Land Rover ca. zwei Jahre auf der Panamericana reisen möchte, sein Limit ist hier der Kontostand…wenn „Konto leer“ dann geht es für ihn nach Hause. Schon spannend wen man hier so alles dieser Werstatt trifft. Wir sprechen über Reisearten, Reise Budget und Zeithorizonte, jeder fährt anders, zwischen zwei Wochen (…das sind Olli und ich 😏) und mehreren Jahren ist alles dabei.

Gegen 12:00 Uhr fährt uns ein Werkstatt Mitarbeiter von Matthias wieder zum Busbahnhof nach Querétaro, dort nehmen wir wieder den „Primera plus“ Bus zum Flughafen in Mexiko City. Der Bus ist wie immer bequem und bietet Zeit für einen kleinen Mittagsschlaf. In Mexiko City angekommen müssen wir noch mal umpacken und auch Olli muss in ein zweites Gepäckstück investieren. Bedingt dadurch das die Motorräder verkauft sind müssen wir halt ALLES mit nach Hause nehmen was wir in mühevoller Organisationsarbeit besorgt und am Motorrad verstaut hatten bevor es vor ca. 3,5 Jahren nach Orlando verschifft wurde. Wir brauchen "das Zeug" dann wieder für unsere "nächsten Abenteuer"

Ein letztes Bier auf dem Flughafen, ein letztes Erinnerungsfoto, dann geht unser Flieger, leider mit 90-minütiger Verspätung, zurück nach Hause. Schön war es, aber wir freuen uns jetzt auf zuhause.

Tschüss und Danke für euer Interesse hier in meinem Reiseblog beim "Tourabschnitt 2a", der zweiwöchigen Mexiko Rundreise der Gesamttour "von Alaska nach Panama". Ich hoffe es war spannend oder unterhaltsam…oder vielleicht sogar beides. In ca. 12 Monaten, so der Plan, geht es ab Panama City für uns dann weiter in umgekehrter Richtung (Erklärung dazu siehe Blog „unsere Motorräder sind verkauft“).

Tschüss sagen an dieser Stelle ….Oliver und Frank. Viva Mexico!

Mehr (Abschluss-) Info, wie immer, im "Budget, Fazit und Ausblick"





 

Unsere Motorräder sind verkauft

Nun ist es also soweit. Unsere Motorräder wechseln den Besitzer.

Olli und ich haben in den letzten Wochen immer wieder im Kopf die Möglichkeiten durchgespielt die wir haben, wenn wir bei der nächsten Tour in Panama ankommen. Dazu muss man wissen, dass es südlich von Mexiko extrem schwierig bis unmöglich ist, Fahrzeuge nach Urlaubende zu verkaufen bzw. ohne die Fahrzeuge das Land selbst wieder (per Flugzeug) zu verlassen da das jeweilige Fahrzeug im eigenen Reisepass eingetragen wird. Ohne offiziellen Export des Fahrzeuges aus z.B. Panama wird das Fahrzeug nicht aus dem Reisepass ausgetragen und man kann selbst nicht „ausfliegen“. Mit dieser Maßnahme wollen die jeweiligen Länder verhindern das man z.B. ein Fahrzeug günstig irgendwo einkauft und in dem jeweiligen Land zu Geld macht, weil es z.B. dort viel mehr wert ist als in dem Land wo man es gekauft hat.

Heißt im Fazit man muss das Fahrzeug aus dem Land bringen um selbst ausreisen zu können. Wir hätten also in Panama das Motorrad entweder im Seecontainer nach Hause schicken müssen oder es per Luftfracht wieder zurück nach Mexiko City fliegen müssen es dort aus dem Zoll auslösen müssen (also per Flug selbst noch einmal von Panama zurück nach Mex fliegen) um das Motorrad dann evtl. wieder bei Matthias unterstellen zu können. Alles sehr Kosten und Zeitintensiv.

„Rückwarts“, also von Panama wieder in Richtung Mexiko und USA macht es mehr Sinn da in den USA und Mexiko die Fahrzeuge nicht in den Pass eingetragen werden. Außerdem werden Fahrzeuge in den USA (wenn man auf dem Landweg einreißt) dort nicht erfasst und man kann (Stand heute) bis zum „Sankt Nimmerleinstag“ dort das Fahrzeug stehen lassen.

Wir sind durch den vorherigen Import der BMWs nach Mexiko in der komfortablen Situation das wir die Motorräder offiziell in Mexiko verkaufen können bzw. dürfen das die Maschinen ja mexikanische Nummernschilder tragen und offizielle mexikanische Maschinen sind.

Wir denken also zwei Wochen während unseres Urlaubs über die Situation nach, holen und erste Preisindikationen im Internet um zu schauen was die Motorräder noch wert sind und schlagen Matthias vor „er möge sich mal Gedanken machen, wir sind in zwei Wochen wieder bei dir“. Bei Ankunft steigen wir in den Handel ein, wir werden uns einig über eine Summe die allen gerecht wird und Matthias willigt ein beide Maschinen zu übernehmen, da er noch einen Freund hat der auch Interesse an einer der Maschinen hat.

Wir werden nun den „Ertrag“ nutzen den Transport einer anderen Maschine von Deutschland nach Panama im nächsten Jahr zu bezahlen. Wir sparen so zudem die Stellplatzgebühr für nächstes Jahr und allen „ist geholfen“. Das nennt man neudeutsch wohl „Win-Win“ Situation 😊




Tag 14 => Fresnillo - San Miguel de Allende

Freitag, 25.03.23
gefahrene Kilometer: 440 km


Letzter Fahrtag! 

Wir starten in Fresnillo nicht ganz so früh, erst gegen 09:00 Uhr. Es ist kalt, man merkt die Höhe des Ortes von 2.200 Metern. Es geht in Richtung Zacatecas, auch hier, auf 2.500 Metern Höhe ist es vormittags deutlich unter 10 Grad Celsius. Ich überlege kurz die Regenjacke noch überzuziehen, aber nein, nach zwei Wochen schönem Wetter geht das natürlich nicht, die Jacke bleibt in der Packrolle. Gegen 11:00 kommt dann auch die Sonne raus, ruck zuck sind es wieder fast 30 Grad. Ist schon merkwürdig hier auf dieser riesigen Hochebene. Das ganze Jahr im Prinzip gleiches Wetter. Morgens und abends kühl, mittags 25-30 Grad. OK, von Juni bis Oktober kommt noch der regen dazu, aber die Temperaturen ändern sich im Prinzip nicht.

Wir fahren wieder Autobahn, im Prinzip also keine besonderen Fahrerlebnisse am heutigen Tag. An einer Abfahrt entdecken wir zufällig einen Schrottplatz. Davon haben wir schon mehrere hier gesehen. Wir beschließen da mal hinzufahren und uns umzuschauen. Es interessiert sich niemand für uns und wir fahren tatsächlich mit den Mopeds mitten auf die Fläche wo die Schrottautos stehen. Herrlich, ich liebe Schrottplätze. Erinnert mit an die 80er Jahre, wo ich bei uns in der Region auf Schrottplätzen war, zwischen den Autos gestöbert habe und es niemanden interessiert hat ob irgendwelche Flüssigkeiten oder Öle irgendwo hin tropfen. Die Autos standen, so wie heute hier, auf Wiesen oder Schotterflächen. Das ist lange vorbei, aus Umweltschutzgründen gibt es in Deutschland solche Plätze meines Wissens nicht mehr wo Autos auf „wilden Flächen“ stehen, maximal noch auf Betonflächen wo garantiert ein Ölabscheider eingebaut sein muss damit aufgefangen werden kann, wenn irgendwo was tropft. Ich könnte stundenlang heute hier in Mexiko über diesen Platz laufen und mir jedes Auto ansehen, aber wir müssen weiter.

Wir fahren auf der Autobahn weiter, was sich als keine gute Idee herausstellt. Megastau !
Wir quälen uns mit unseren Motorrädern bestimmt an 30 Kilometer Auto- und LKW Schlangen vorbei. Dabei geht es mal auf den Seitenstreifen, aber auch mal abseits der Autobahn auf Feldwegen voran. Alles sehr anstrengend da die Motorräder zumindest auf der linken Seite ca. 10 cm breiter sind als die Lenkerbreite, bedingt durch den großen Koffer hinten links. Manchmal sind nur wenige Zentimeter Luft zwischen LKW und Koffer. Wir sehen einen Pickup Fahrer, der seine Kühe auf der Ladefläche von A nach B bringt. Das es zwischenzeitlich ein Feuer neben der Landstraße gibt, interessiert hier niemanden.

Wir kommen gegen 16:30 an dem Punkt an wo wir vor ca. 3.700 Km unsere Reise begonnen hatten, in der Werkstatt von Matthias in San Miguel de Allende. Wir beginnen unsere Motorräder zu entladen und unsere beim Start der Reise zurückgelassen Koffer wieder zu befüllen. Diesmal muss sehr viel mehr mit bzw. zurück als bei der Hinreise, die Motorräder wechseln heute den Besitzer (Mehr dazu im „Motorrad ist verkauft“ Blog im Anschluss)

Wir treffen bei Matthias noch zwei Reisende mit Wohnmobilen. Ein Wohnmobil ist so ein Expeditionstruck von MAN, der von der Preislage einem Einfamilienhaus entspricht, der andere Reisende hat einen alten Land Rover an dem, nach seiner Aussage, eigentlich immer irgendwas defekt ist. Trotzdem möchte er bis zu zwei Jahre auf der Panamericana damit unterwegs sein, er hat seinen Job gekündigt, sein Haus untervermietet und sein Konto sagt ihm wann es dann wieder Zeit ist nach Hause zu fahren. Matthias ist in der Wohnmobil und Traveller Szene bekannt dafür, dass er alles repariert und auch entsprechende Ersatzteile organisieren kann. Zudem hat der einen großen kostenfreien und sicheren Parkplatz auf dem Hof seiner Werkstatt im Angebot. Das wird von Reisemobilfahrern die oft Monate unterwegs sind oder noch sein wollen, gern genutzt.

Nachdem das mit den Motorrädern grob geklärt ist und wir einige Dinge um -und abgebaut haben, beziehen wir unser Hotel im Ort. Es ist das gleiche Haus wie im letzten Jahr. Eine Art Bed & Breakfast, das Haus ist im mexikanischen Stil gebaut. Allein schon die Dusche (eine gemauerte Badewanne!) in unserem Zimmer ist interessant.

Abends gehen wir mit Matthias Essen. Es gibt Avocado, Tacos und Rippchen.
Morgen wir das Hauptziel die Unterbringung von diversen Gegenständen in unseren Reise Trolleys sein, ich habe schon ein zweites Gepäckstück bei der Lufthansa gebucht trotzdem muss einiges wohl leider hier in Mexico bleiben.



Freitag, 24. März 2023

Tag 13 => Mazatlan - Fresnillo

Donnerstag, 24.03.23
gefahrene Kilometer: 540 km

Wir verlassen wieder früh das nette Städtchen Mazatláns mit seinen 500.000 Einwohner und der wirklich sehenswerten Strandpromenade. Wir haben heute viel vor. Ursprünglich wollten wir den gleichen Weg (Autobahn) zurückfahren wie auf dem Weg zu Beginn der Reise, wir planen aber um und entscheiden uns für eine Landstraße quer durch die Berge. Das sind zwar über 500 km, aber wir brauchen heute „nur“ irgendwo im hellen ankommen, es sind keine weiteren Freizeitaktivitäten geplant.

Der Tag läuft unter dem Motto „der Weg ist das Ziel“ , und somit entscheiden wir uns für die von vielen Motorradfahrern empfohlenen Landstrasse Mex 40, anstatt die Mautpflichtigen Autobahn Mex 40 D. Die MEX 40 (ohne „D“) schlängelt sich durch ein Gebiet, das als Espinazo del Diablo – das Rückgrat des Teufels – bekannt ist, sehr bergig und mit vielen Brücken und Tunneln auf der Strecke. Uns gefällt die "alte Landstraße" extrem gut, Kurve an Kurve reiht sich aneinander. Den höchsten Punkt erreicht die Straße auf 2.750 Metern (der höchste Straßenpass der Alpen hat 2.770 Meter, der Coll d’Iseran). Von den 330 km der MEX 40 fahren wir den kurvenreichsten Teil, ca 150 km. Hier ist wirklich Kurve an Kurve. Was dem Beifahrer im Auto sicher grüne Farbe ins Gesicht treiben würde ist für den Biker eine wirklich tolle Strecke. Ich fühle mich eine wenig wie in Südfrankreich, Kiefernwälder (ok in Frankreich sind es Pinien) und der Geruch der Kiefernadeln liegt in der Luft.

Ca. 250 km seit dem Start in Mazatlán sind vergangen nun geht die kurvige Strecke aus den Bergen runter (wenn man das so nennen kann) auf eine Hochebene mit ca. 2.000 bis 2.400 Meter Höhe. Wir fahren die Hochebene stundenlang. Der Wind bläst sehr kräftig, wir haben Mühe die Fahrtrichtung zu halten. Links und rechts der Straße sind trockene Wiesen, Rinderweiden und immer wieder Kakteen. Man sieht das es hier sehr trocken ist. Der Wind weht viel Staub über die Straße…und in meinen Helm. Zwischendurch heute zweimal tanken. An einer Tankstelle tankt gerade ein Polizist sein Polizei Motorrad. Man kommt per „Hände und Füße“ ins Gespräch, stolz zeigt er uns sein Motorrad (Kawasaki 300 versys) und führt sogar die „Polizei- Lichter und Hupen“ vor.

Gegen 18:00 erreichen wir Fresnillo im Bundesstatt Zacatecas. Warum Fresnillo? Weil es hier so schön ist? Nein, weil es einfach grob in der Mitte auf der Landkarte lag zwischen Mazatlán und unserem Ziel „San Miguel de Allende“ am morgigen Tag. Von der Stadt Fresnillo sehen wir nichts, wenn man mal von den Einfallstraßen absieht. Wir beziehen das „Hotel Avid“ (praktisch, modern und sauber) am Stadtrand.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit (es ist bereits ca. 19:00 dunkel nach unserem Zimmerbezug) entscheiden wir uns nicht mehr loszugehen und nutzen mal wieder den bei uns sehr beliebten „Oxxo“ der dierekt nebenan ist (ein Kiosk den es hier an jeder dritten Kreuzung gibt und der 24 Stunden geöffnet hat) Es gibt heute „schmackhafte“ Fertiggerichte (es gibt Pizza aus der Mikrowelle…ja das „geht“….ich war auch skeptisch 😊 ) und Dosenbier.